Was ist psychologische Beratung, was kann sie leisten und wo liegen ihre Grenzen?
Jeder von uns erlebt Zeiten voller Herausforderungen. Ob Stress auf der Arbeit, Beziehungsprobleme, familiäre Belange, Ängste, Schmerzen, Verlusterlebnisse, Trauererfahrungen oder Depressionen, es ist kaum möglich im Verlaufe eines Lebens nicht mit dem ein oder anderen konfrontiert zu werden. Oftmals gelingt es uns ‒ mit Unterstützung durch Familie, Freunde oder Partner ‒ Lösungen zu finden. Doch es gibt auch Erlebnisse, die man nicht so einfach verdauen kann, Erfahrungen, die nachhaltig negativ wirken, die dazu führen, dass man sich selbst nicht mehr gut und sicher regulieren kann.
Psychologische Beratung setzt genau hier an, zielt darauf ab,
- darzulegen, welche grundlegenden Mechanismen unsere Wahrnehmung und unser Denken beeinflussen, damit du erkennen kannst, welche Automatismen und Erfahrungen dich geprägt haben und wie sich das bei dir äußert
- Probleme zu erkennen, die nicht an der Oberfläche schwimmen
- Schatten zu finden, die dich unbewusst begleiten
- gemeinsam Veränderungsziele festzulegen, die erstrebenswert und realistisch sind
- mit dir Ideen, Techniken & Wege zu ersinnen, die diese Veränderung möglich machen
- und natürlich, dir wertschätzend, empathisch, humorvoll und gelassen zur Seite zu stehen
💡 Grenzen psychologischer Beratung
Psychologische Beratung ersetzt keine medizinische oder therapeutische Behandlung. Sie ist keine Kassenleistung und eignet sich nicht für akute Krisen oder gefährdende Situationen (z. B. Suizidgedanken, selbstschädigendes Verhalten, Wahnvorstellungen, etc.). In solchen Fällen wende dich bitte sofort an die nächstgelegene Klinik oder die bundesweite Krisenhotline 113.